Neuauflage Bird-Festival 2010 in Israel: 20. -27. März in Eilat
NEUAUFLAGE EILAT ZUGVOGELFESTIVAL 20.-27. März 2011
Nach den großen Erfolgen in den Vorjahren findet im Frühling zum fünften Mal das Internationale Vogelzugfestival in Eilat/Israel statt. Vom 20. bis zum 27. März gibt es in einem der weltweit besten Vogelzuggebiete wieder zahlreiche Exkursionen und Vorträge. Das Festival ist eine ideale Gelegenheit, das Mekka des Vogelzugs kennenzulernen oder es wiederzuentdecken.
Hier die wichtigsten Informationen:

Organisiert von der israelischen Ornithologenvereinigung IOC und anderen Naturschutzgruppen soll das Festival Birdern und Naturinteressierten aus allen Ländern einen Einblick in die atemberaubende Natur-Vielfalt Israels geben. Dem Festival liegt die Überzeugung zugrunde, dass eine wirksame Unterstützung für den Schutz einheimischer Vogelarten und die Bewahrung der Rastplätze für Zugvögel nur dann gegen die auch in Israel voranschreitende Umweltzerstörung gelingen kann, wenn möglichst viele Menschen ins Land kommen und Vogelkunde damit auch zu einem ökonomischen Faktor wird. Während der Festival-Woche werden tagsüber Exkursionen zu den besten Stellen zum Beobachten des Vogelzugs und der einheimischen Vogelarten angeboten. Die Abende stehen im Zeichen von Vorträgen führender Ornithologen und des Austauschs untereinander. Zu den Referenten im vergangenen Jahr zählten mit Dick Forsman und Klaus Malling Olsen zwei der weltbesten Spezialisten für Greifvögel und Möwen. Ich selbst werde im kommenden Jahr als Festival-Fotograf das Geschehen dokumentieren und die Highlights des Tages allabendlich zusammenstellen, gefolgt von einem ausführlichen Vortrag am letzten Abend. Israelische Top-Ornithologen geben Einblicke in die Vogelzugforschung, die in Israel auf Spitzenniveau betrieben wird. Die Exkursionen finden in Kleingruppen statt, für die Minibusse zur Verfügung stehen.

Teilnehmer einer Morgentour nach Nizzana suchen nach Steppenkragentrappen
WARUM ISRAEL?
Israel ist an der Schnittstelle dreier Kontinente gelegen - Europa, Asien und Afrika. Im Frühling und Herbst ist es weltweit eine der wichtigsten Drehscheiben des Vogelzugs. Es wird geschätzt, dass mehr als 500 Millionen Vögel pro Saison den Korridor über das Land wählen, das nur knapp so groß wie etwa Hessen oder Brandenburg ist. Von einigen global bedrohten Arten zieht annähernd die gesamte Weltpopulation durch Israel, und das oft spektakulär konzentriert innerhalb weniger Tage: Schreiadler, Kurzfangsperber, Rosapelikan sind Beispiele dafür. Große Teile des Weltbestandes von Weiß- und Schwarzstorch, Wespenbussard, Schell- und Kaiseradler kommen hinzu. Neben dem Vogelzug bietet Israel eine weite Palette interessanter Brutvögel und Überwinterer. Braunliest, Graufischer, Jerichonektarvogel, Smaragdspint oder Tristramstar; all diese Arten sind häufig und tragen zum exotischen Flair des Landes bei. Hinzu kommt, dass Birder in dem kleinen Land im Herzen des Nahen Ostens anders als in den umliegenden arabischen Länder vollkommene Bewegungsfreiheit genießen und es eine exzellente Infrastruktur gibt.

WELCHE ARTEN SIND ZU SEHEN ?
Die Exkursionen werden von den besten Kennern der israelischen Vogelwelt geführt. Das ist wichtig, denn je nach Wetterlage variieren die Zugrouten etwa von Greifvögeln stark und gute Ortskenntnisse sind entscheidend. Die Exkursionen umfassen die verschiedendsten Biotope: Die Meeresküste am Roten Meer, das Gebirge, Salzgewinnungsteiche und Rieselfelder, entlegene Steinwüsten, Parks und Gärten sowie landwirtschaftliche Flächen wie Dattelplantagen. An einem guten Zugmorgen am Toten Meer oder in den Bergen bei Eilat können Tausende, manchmal Zehntausende von Greifvögeln und Störchen beobachtet werden. Während des letztjährigen Festivals brachte ein Zweistunden-Stopp an einem Bergkamm nicht weniger als 16 Greifvogelarten, insgesamt mehr als 4000 Vögel, darunter ein Dutzend Steppen- und Schreiadler, Steppenweihen, Hunderte Schwarzstörche, Gänse- und Schmutzgeier, einen Habichtsadler und Tausende ziehender Mäusebussarde der Unterart vulpinus. Exkursionen in die Wüsten des Arava-Tals oder des Grenzgebiets zum ägyptischen Sinai erbrachten zahlreiche Beobachtungen balzender Steppenkragentrappen, vier Flughuhnarten, Rennvögel, Saharaohrenlerchen, Sand- und Steinlerchen, Akaziengrasmücken, Einödgimpel und viele Arten mehr. Insgesamt wurden während der Woche mehr als 220 Vogelarten gesehen.

WELCHE MÖGLICHKEITEN DER TEILNAHME GIBT ES ?
Das Programm ist in Modulen aufgebaut, aus denen man wählen kann. Es gibt Pakete, die zwischen drei und sieben Tage umfassen. Individuelle Arrangements sind problemlos möglich. Es gibt täglich morgens etwa dreistündige Ausflüge zu den besten Gebieten in der näheren Umgebung von Eilat (Greifvogelzug, durchziehende Limikolen, interessante Standvögel wie Einödgimpel, Saharasteinschmätzer, Kappenschmätzer) und zudem längere Exkursionen etwa an das Tote Meer (Greifvogelzug, Borstenrabe, Tristramstar, Hausammer) oder die Region um Nizzana (Steppenkragentrappe, Lerchen, Flughühner). Spezialtouren in der Nacht führen zum einzigen Vorkommen des Nubischen Ziegenmelkers in Israel oder zu entlegenen Wadis, in denen Fahlkäuze leben. Abends gibt es Vorträge zu Bestimmung von Vogelgruppen, einzelnen Vogelarten oder den ornithologischen Forschungsergebnissen in Israel. Das Festival findet im Agamim-Hotel statt. Daneben gibt es zahlreiche auch sehr preiswerte Unterkünfte in Eilat oder in der Umgebung. Auch eine Unterkunft in der "Field School" des Naturschutzverbandes SPNI - vergleichbar deutschen Jugendherbergen - ist möglich.
Noch Fragen? Ich helfe gerne weiter, einfach eine Mail an
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Flügel an Flügel: Schwarzstorch, Schelladler und „Steppenbussard“
