Frühsommer im Wald

 In den vergangenen Wochen habe ich mich zwischendurch immer mal wieder aufgemacht, um typische und besondere Waldbewohner zu fotografieren. Hier nun einige der Fotos, die während mehrerer Touren nach Brandenburg und vor allem in den Nationalpark Sächsische Schweiz im Mai und Juni entstanden sind. Ich bedanke mich bei Sebastian Krüger vom sächsischen Umweltministerium und bei Götz Manka für die Unterstützung!

Ein Sperlingskauz schaut aus seiner Bruthöhle - einer verlassenen Buntspechthöhle im Nationalpark Sächsische Schweiz.Alle paar Stunden verlässt das Weibchen die Höhle, um Futter entgegenzunehmen, das das Männchen heranschafft. Die Beute wird komplett mit in die Höhle genommen und dort gerupft und an die Jungen verfüttert. Erst dann erscheint das Weibchen wieder am Höhlenausgang und "entsorgt" die Federn, indem sie sie einfach fallenlässt. Unter der Bruthöhle fanden sich Federn von Zilpzalp, Erlenzeisig, Waldbaumläufer, Buchfink, Kohlmeise und Sommergoldhähnchen. 

Ein weiterer seltener Waldbewohner: Ein Rauhfußkauz brütet in einer Schwarzspechthöhle. 

Diese Höhle hatte ein Schwarzspecht-Paar im Frühjahr nördlich von Berlin, im Naturpark Feldberger Seenlandschaft, gezimmert und selbst genutzt. Die Region ist phantastisch und ein Abstecher lohnt sich immer, nicht zuletzt bei meinem Freund Fred Bollmann, der es in jahrelanger Arbeit geschafft hat, Seeadler dazu zu bringen, Fische zu greifen, die er aus seinem Boot wirft. Das obere Bild zeigt das Schwarzspecht-Männchen, das untere das Weibchen. Und hier beide gemeinsam: Grünspechte zählen für mich zu den schönsten Vögeln unserer Breiten. Dieses Paar brütet im Berliner Botanischen Garten. Oben: Männchen und Weibchen, darunter das rufende Weibchen (um das brütende Männchen aus der Höhle zu bewegen), darunter das Männchen, zuletzt bei der Begegnung mit einem jungen Eichhörnchen, das in einem Nachbarbaum groß geworden ist und bei seinen ersten Erkundungen  die Bekanntschaft des wenig erfreuten Nachbarn macht.Dieses Mittelspecht-Paar brachte erfolgreich drei Junge hoch. Die Bruthöhle hat es in einen Apfelbaum in einem Haus-Garten gezimmert.

 Zum Schluss einige Ziegenmelker-Fotos:

Der dunkle Kiefernwald spiegelt sich im Auge des Vogels.